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Haben Sie schon vom iPad gehört? Natürlich haben Sie. Wer dieses Jahr die Zeitung gelesen, den Fernseher eingeschaltet oder das Internet besucht hat, wurde geradezu erschlagen von Artikeln, Beiträgen und Reviews rund um Apples angebliche Wundererfindung.
Entkommen gibt es Keines: Selbst konsequente Medienverweigerer werden erreicht, wenn die Hipster im Freundeskreis erklären warum das iPad die tollste Erfindung seit geschnittenem Brot ist. Übertroffen wird die Gigantomanie des Apple-Hypes nur von der kolossalen Nutzlosigkeit des Gerätes selbst. Einst schrieb die Menschheit auf Steintafeln. Tausend Jahre kulturelle Entwicklung brachten uns Papyrus, Papier, den Buchdruck und schließlich Maus und Tastatur. Jetzt, 2010, sind wir also wieder beim Tablett. Moses wäre hocherfreut.
Fingerfertig
Was macht das iPad so besonders? Man bedient es mit den Fingern. Den Fingern! All die Menschen, die ihre Tastatur in den letzten Jahren offenbar mit den Füßen benutzt haben, starren fasziniert auf ihre Hände und staunen: Was für eine Revolution! Wie kommen die Genies bei Apple nur immer auf diese Ideen? Doch auch neben der Antipathie gegen den Marketinghype gibt es gute Gründe, das iPad zu kritisieren. Mangelnder Flash-Support, keine Kamera, fehlendes Multitasking und kaum genug Speicher für eine Handvoll Filme. USB-Ports für Drucker und Kameras? Fehlanzeige. Und das bei einem Kaufpreis von 500 Euro! Wenn Sie gerne im Mittelpunkt stehen, wird Ihnen ein iPad bestimmt weiterhelfen. Wenn sie aber ein nützliches Arbeitsgerät suchen, kaufen Sie lieber ein Notebook.
Von David John |