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Die Kultur-Etage des Möbelhauses “SofaLoft” in der Südstadt von Hannover steht bis zum 2. April 2011 ganz im Zeichen des sinnlichen Unterhaltungstheaters, dem Burlesque. “Dames! Drinks! Drawings!” zeigt Arbeiten aus dem internationalen Ausstellungsprojekt “Dr. Sketchy’s Anti-Art School“.
Seit die Avantgarde-Bewegung 2005 in New York begann, treffen sich mittlerweile weltweit regelmäßig Kreative zu einer Zeitreise mit Musik, Cabaret und glamourösen Modellen.
“Burlesque ist faszinierend, weil man alles machen kann, was man will”, so Zoe Mac Taggart, die Organisatorin der Ausstellung. Sie selbst malt und tanzt Burlesque, liebt die lebendige Umsetzung ihrer Eindrücke. Auch in den ausgestellten Werken zeigt sich die Vielfalt der Theaterform. Mit Humor, Detailverliebtheit und einer guten Portion Farbe haben die Künstler die unverkrampfte Atmosphäre der Dr. Sketchy’s Zeichenkurse eingefangen.
Fast vergessene Sinnlichkeit
Der Unterschied zum klassischen Striptease wird schnell deutlich: Burlesque spielt künstlerisch mit Fantasie, Emotionen und Freiheit. Im Mittelpunkt steht nicht der Mann, sondern die Liebe zu sich selbst. “Heute wird alles offen gezeigt, ständig springt einem ein blanker Busen entgegen”, meint Sweet Chilli, Burlesque-Tänzerin aus Nürnberg. Ihr hingegen gehe es nicht um fertige Choreographien, sondern um Sinnlichkeit. “Burlesque hat nichts schmutziges”, fügt Zoe Mac Taggart hinzu. Vor allem Frauen würden die entspannte Stimmung der Shows genießen.
Lebendige Kunst
Zur Finnisage der Ausstellung am 2. April 2011 um 18 Uhr wird neben Zoe Mac Taggart auch Candy Pia performen, die bei der Vernissage als Bauchladenmädchen begeisterte. “Diesen Schuss Erotik hat die Südstadt verdient”, findet Bernd Strauch, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Schon Woody Allen hätte gewusst, dass das Leben nicht Kunst imitiere, sondern schlechtes Fernsehen. “Dames! Drinks! Drawings!” solle mithelfen, dem entgegen zu stehen.
Text und Foto von Anna Moldenhauer
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